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Stellenanzeigen analysieren

Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften sind für Unternehmen eine gute Möglichkeit, neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in Online-Jobbörsen zu inserieren. Davon machen immer mehr Unternehmen Gebrauch. Dennoch ist die Stellenanzeige in Zeitungen und Zeitschriften noch erfolgreicher.



Zum einen weil die Unternehmen damit alle Bevölkerungsschichten erreichen und nicht nur die, die einen Internetanschluss besitzen. Stellenanzeigen analysieren - Behalten Sie den Durchblick. Zum anderen deswegen, weil eine Stellenanzeige in Zeitungen und Zeitschriften in einem bestimmten Zeitraum von viel mehr Interessenten gelesen wird. Um auf Stellenanzeigen schnell und vor allem individuell reagieren zu können, müssen Sie Stellenanzeigen von Anfang an in Ihre Bewerbungsstrategie mit einbeziehen.

So lesen Sie eine Stellenanzeige richtig

  • Lesen Sie die Stellenanzeige mehrmals aufmerksam durch.
  • Nehmen Sie die Position des Unternehmens ein und überlegen Sie, vor welchem Problem das Unternehmen steht, um eine Stelle anzubieten (normale Fluktuation, Expansion, Rente des bisherigen Stelleninhabers etc.).
  • Formulieren Sie komplizierte Aussagen um und geben Sie sie mit Ihren eigenen Worten wieder.
  • Kontrollieren Sie, ob Sie die geforderten Qualifikationen erfüllen.
  • Erfassen Sie den Ansprechpartner, an dem Sie Ihre Bewerbung schicken müssen. Meist handelt es sich bei dem Ansprechpartner um einen Mitarbeiter aus der Personalabteilung oder bei kleineren Unternehmen um den Firmeninhaber selbst. Wenn Sie den Ansprechpartner vergessen und eine allgemeine Anschrift/Anrede für Ihr späteres Anschreiben wählen, dann werden Sie sehr schnell als oberflächlich eingestuft.
  • Sammeln Sie aus der Stellenanzeige schon die ersten Informationen über das Unternehmen (Branche, Standorte, Mitarbeiterzahl, Umsatz). Mit diesen Informationen können Sie das Unternehmen besser beurteilen und sie können Ausgangspunkt für eine weitere Recherche sein. Informieren Sie sich über das Unternehmen am besten bei der IHK, im Internet, in Branchenverzeichnissen, bei Bekannten etc. Je mehr Informationen Sie sammeln, desto besser können Sie einschätzen, ob Sie zu dem Unternehmen passen.
  • Achten Sie auf die Größe und das Design der Stellenanzeige.

Schneiden Sie interessante Stellenanzeigen aus

Am besten Sie schneiden sich die interessanten Stellenanzeigen aus. So können Sie besser mit ihnen arbeiten. Wenn sich hinter einer guten Stellenanzeige auf der anderen Seite des Zeitungsblattes noch eine weitere interessante Stellenanzeige befindet, dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Sie kaufen sich ein weiteres Exemplar der Zeitung.
  • Sie kopieren die entsprechenden Ausschnitte.
  • Sie scannen die entsprechenden Ausschnitte.

Auf alle Fälle sollten die Stellenanzeige immer Stellenanzeigen und Informationen über Unternehmen sammeln.zu den Bewerbungsunterlagen und den weiteren Informationen über das entsprechende Unternehmen geheftet werden. So verlieren Sie nie den Überblick. Am Ende dieses Artikels finden Sie eine Checkliste, die Sie sich für jede Stellenanzeige ausdrucken können. Auf die Checkliste können Sie dann zum Beispiel die Antworten auf folgende Fragen vermerken:

  • Warum haben Sie gerade diese Stellenanzeige ausgewählt?
  • Ist der Name der Firma wichtig?
  • Stimmen die Anforderungen des Unternehmens mit Ihren Fähigkeiten überein?
  • Ist die angebotene Stelle ein Karrieresprung?

Notieren Sie, warum gerade diese Stellenanzeige Sie anspricht. Sie können auch mit Unterstreichungen arbeiten. Unterstreichen Sie einfach die Wörter in der Stellenanzeige, die Ihnen wichtig sind. Mit einer anderen Farbe kennzeichnen Sie dann die Wörter, die anscheinend dem Unternehmen sehr wichtig sind. Auf diese Punkte müssen Sie dann inhaltlich im Anschreiben und im Lebenslauf eingehen. Sie zeigen damit, dass Sie die Stellenanzeige aufmerksam gelesen haben. Nur so können Sie eine individuelle Bewerbung schreiben, die sich von den Mitbewerbern abhebt.

Wenn zum Beispiel ein "Praktiker mit Berufserfahrung im Vertrieb" gesucht wird, dann nutzt es Ihnen wahrscheinlich wenig, wenn Sie auf Ihre fünf Weiterbildungskurse bei der IHK besonders hinweisen. Besser ist es, wenn Ihre praktischen Erfahrungen gut zur Geltung kommen. So bietet es sich an, im Lebenslauf nicht nur folgendes zu schreiben:

  07/2001 - 05/2008 Sachbearbeiter ABC Services

sondern Ihre einzelnen Stationen viel detaillierter zu beschreiben:

  07/2001 - 05/2008 Sachbearbeiter in der Abteilung Marketing der ABC Services

Tätigkeiten:
  • Erstellung von Wettbewerbsanalysen
  • Erstellung von Benchmarkingstudien
  • Verantwortlicher der Online-Marketing-Maßnahmen ab 02/2005 (gesamte Konzeption, Durchführung, Koordinierung, Kontrolle)
  • Konzept der internen Weiterbildungsoffensive für Mitarbeiter im Bereich Marketing in Kooperation mit der Personalabteilung

Wenn das Unternehmen dagegen eine "theoretisch fundierte Ausbildung" fordert, dann können Sie den oben beschriebenen Punkt im Lebenslauf natürlich so belassen. Bei Platzproblemen sollten Sie aber Ihrer Ausbildung und Ihrer Weiterbildung mehr Bedeutung beimessen, so dass erkennbar ist, dass Sie fundiertes theoretisches Wissen besitzen. Statt

  09/2003 - 06/2008 BWL-Studium in Dresden, Gesamtnote: 2,7

schreiben Sie besser Folgendes:

  09/2003 - 06/2005 Grundstudium BWL in Dresden, Vordiplomnote: 3,0

  07/2005 - 06/2008 Hauptstudium BWL in Dresden, Gesamtnote: 2,7

Schwerpunktfächer:
  • Internationales Marketing
  • Vertriebspsychologie
  • Rechnungswesen

Diplomarbeitsthema: "Herausforderungen für die Marketingstrategie von Internationalen Unternehmen in lokalen Märkten am Beispiel von McDonalds", Benotung: 2,3


Greifen Sie also Formulierungen und die Wünsche der Unternehmen in Ihrer Bewerbung auf. Bedenken Sie aber, dass sich alle Fakten in Ihrer Bewerbung auch belegen lassen müssen. Außerdem sollten Sie darauf verzichten, Formulierungen zu verwenden, nur um dem Unternehmen zu gefallen. Wenn Sie sich nicht mit dem Unternehmen identifizieren können, dann sollten Sie sich dort auch nicht bewerben.

Die äußeren Werte der Stellenanzeige

An der Größe der Stellenanzeige können Sie die Finanzkraft des Stellenanzeigen analysieren.Unternehmens ablesen, denn eine größere Stellenanzeige kostet mehr als eine kleinere. Eine Weltfirma kann es sich nicht leisten, eine Stellenanzeige mit drei Zeilen zu gestalten. Dies würde einfach nicht dem Image entsprechen. Der Bäcker, der eine Aushilfe für den Verkauf sucht, kann da schon eher auf drei Zeilen alles unterbringen. Als Faustregel gilt also: Je größer die Stellenanzeige, desto größer auch das Unternehmen.

Dieser Aspekt ist besonders im Hinblick auf das Arbeitsklima wichtig. In einem größeren Unternehmen geht es weniger familiär zu, es gibt mehr Karrieristen, die aufsteigen wollen und Sie haben wahrscheinlich weniger Möglichkeiten, individuelle Ideen direkt beim Chef vorzutragen, denn in einem Großunternehmen müssen Sie vor allem Spezialist sein. Dass Sie in einem Großunternehmen eine bessere Bezahlung erhalten, mehr Entwicklungschancen besitzen und der Arbeitsplatz sicherer ist, könnte sich somit als Trugschluss erweisen.

In einem kleineren Unternehmen sind dagegen die Hierarchien flacher, niemand kann sich mit seiner Leistung vor dem Chef (Eigentümer) verstecken und es bleibt mehr Platz für individuelle, Themen übergreifende Projekte. Meistens ist die Bezahlung in kleineren Unternehmen auch nicht viel schlechter als bei den Großunternehmen.

Auch das unmittelbare Design der Stellenanzeige spielt eine Rolle, denn es ist häufig Ausdruck der Unternehmenskultur, da Stellenanzeigen der Corporate Identity unterliegen. Wenn also peppige Farben und Bilder mit jungen Menschen verwendet werden, dann können Sie davon ausgehen, dass vor allem junge, kreative Mitarbeiter gesucht werden. Ein geordneter Aufbau ist ein Hinweis darauf, dass besonders Wert auf Disziplin und eine korrekte Arbeitsweise gelegt wird.

Unbedingt Notwendige und bedingt notwendige Qualifikationen

Um mit Ihrer Bewerbung überhaupt eine Chance zu haben, müssen Sie alle wichtigen Anforderungen erfüllen. Sonst lohnt sich der ganze Bewerbungsaufwand nicht, da andere Bewerber diese wichtigen Anforderungen ganz bestimmt erfüllen. Es gibt des Weiteren auch Anforderungen, die zwar erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig sind. Solche Anforderungen sind Beiwerk, die vielleicht schließlich den Ausschlag geben, ob Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten oder nicht.

In der Checkliste, die Sie am Ende dieses Artikels finden, können Sie die Qualifikationen, die gefordert werden in "unbedingt notwendig" und "bedingt notwendig" unterteilen.

Typische Formulierungen für "unbedingt notwendig"-Qualifikationen sind:

  • Perfekte Kenntnisse in WORD setzen wir voraus.
  • Es ist eine abgeschlossene Ausbildung als Industriekaufmann notwendig.
  • Folgende Kenntnisse sind erforderlich/unabdingbar
  • Voraussetzung dafür sind sehr gute Kenntnisse in WORD.

Typische Formulierungen für "bedingt notwendig"-Qualifikationen sind:

  • Sie besitzen ausbaufähige Kenntnisse in der englischen Sprache.
  • Wir suchen einen Mitarbeiter mit guten Kenntnissen im Vertrieb.
  • Hinreichende Erfahrungen in der Kundenbetreuung sind erwünscht.
  • Erwünscht sind Kenntnisse im Direktmarketing, aber nicht Voraussetzung.

Die ausgefüllte Checkliste können Sie dann zusammen mit der Stellenanzeige und der Kopie der entsprechenden Bewerbung des Unternehmens abheften. Sie haben diese Notizen dann immer griffbereit. Wenn nun ein Anruf, eine Nachfrage oder eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kommt, können Sie schnell reagieren. Auf dem ersten Blick sehen Sie, was Ihnen an der Stellenanzeige gefallen hat und warum Sie sich überhaupt beworben haben.

Chiffreanzeigen

Bei Chiffreanzeigen sollten Sie nur mit Sperrvermerk arbeiten, damit nicht Ihr jetziger Arbeitgeber Ihre Bewerbung auf den Tisch bekommt. Ihr Weg nach oben.Denn bei Chiffreanzeigen ist der Arbeitgeber nicht ersichtlich. Legen Sie Ihre Bewerbung in einen Umschlag mit der Chiffrenummer und mit dem Sperrvermerk, in welchem Unternehmen Sie sich nicht bewerben wollen. Diesen Umschlag stecken Sie in einen weiteren, der dann an den Verlag adressiert ist. Wenn der Sperrvermerk erfüllt ist, dann wird die Bewerbung nicht an das betreffende Unternehmen weitergeleitet, sondern an sie zurückgesendet.

Weitere Tipps

  • Wenn in einer Stellenanzeige mehrere offene Stellen von einem Unternehmen angeboten werden, bewerben Sie sich auf genau eine Stelle, die Ihnen am meisten zusagt.
  • Es kommt oft vor, dass Bewerber sich auf Stellen bewerben, für die sie überqualifiziert sind. Achten Sie deshalb genau auf die benötigten Qualifikationen. Es bringt für Sie und für das Unternehmen nichts, wenn Sie sich unterfordert fühlen.
  • Sie müssen Stellenanzeigen kontinuierlich auswerten. Nehmen Sie sich dafür die nötige Zeit, denn die Suche nach einer neuen Arbeit ist nun mal Arbeit.
  • Sammeln Sie die Stellenanzeigen und die Informationen zu den einzelnen Unternehmen und heften Sie diese ab. So können Sie später vielleicht einmal Initiativbewerbungen an diese Unternehmen verschicken. So sparen Sie sehr viel Zeit bei der Vorbereitung.
 Checkliste für die Analyse Ihrer Stellenanzeigen als pdf-Dokument.

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