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Persönliche Analyse

Bei der Jobsuche müssen Sie sich zuerst immer über Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Klaren werden, Sie müssen Ihre Stärken und Schwächen kennen und Sie brauchen ein berufliches Ziel. Das Vorstellungsgespräch als Ziel.So wissen Sie, was Sie Wert sind und welchen Nutzen ein Unternehmen durch Sie hat. Dadurch steigert sich Ihr Selbstbewusstsein, denn Sie werden sich nach einer genauen Analyse Ihrer persönlichen Situation wundern, was Sie schon alles in Ihrem Berufsleben erreicht haben. Wenn Sie genaue Vorstellungen von Ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Situation haben, dann schreiben Sie eine erfolgreiche Bewerbung und schneiden auch Im Vorstellungsgespräch gut ab.

Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse

Mit einer Bestandsaufnahme können Sie also herausfinden, welche Stärken und Schwächen Sie besitzen. Sie können diese Bestandsaufnahme auch mit anderen Personen oder mit Hilfe anderer durchführen. Denn andere Personen betrachten Sie oft aus einem anderen Blickwinkel.

Wie schwer es ist, sich selbst einzuschätzen, können Sie leicht nachvollziehen, wenn Sie sich sofort darüber im Klaren werden müssten, welche Fähigkeiten Sie haben und welche wesentlichen Kenntnisse Sie besitzen. Sicherlich wird es Ihnen schwer fallen, zahlreiche Sachverhalte aufzuzählen und diese dann auch ordentlich darzustellen. Das liegt einfach daran, dass wir uns nicht genügend mit der eigenen Person beschäftigen und nicht immer unsere persönlichen Stärken und Schwächen im Blick haben.

Als erstes verschaffen Sie sich am besten einen Überblick über Ihre fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Damit erstellen Sie ein Eignungsprofil, welches Sie erkennen lässt, welche Fähigkeiten und Kenntnisse Sie anzubieten haben. Gehen Sie dabei einfach die folgenden beispielhaften Fragen durch:

  • Welchen Schulabschluss haben Sie? Welche Lieblingsfächer hatten Sie? Wofür haben Sie sich in der Schulzeit besonders interessiert?
  • Haben Sie eine Ausbildung abgeschlossen? Warum haben Sie gerade diese Ausbildung gewählt? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse haben Sie dort erworben? Hat Ihnen die Ausbildung Spaß gemacht, warum oder warum nicht?
  • Haben Sie weitere praktische Erfahrungen, z. B. Ferienjobs, Praktika, etc. Welche Kenntnisse konnten Sie dort einsetzen? Welche Fähigkeiten konnten Sie ggf. erweitern und verbessern? Waren die durchzuführenden Aufgaben anspruchsvoll? Haben Sie entsprechende Bescheinigungen?
  • Haben Sie studiert? Wenn ja, welche Fachrichtung? Warum haben Sie sich für diese Fachrichtung entschieden? Welche Fächerkombination und welche Schwerpunkte haben Sie gewählt? Haben Sie Ihr Studium abgebrochen oder einen Fachrichtungswechsel durchgeführt? Können Sie dies glaubhaft begründen? Haben Sie ein Auslandssemester gemacht? Wenn ja wo und mit welchem Hintergrund?
  • Welche Weiterbildungen haben Sie bisher unternommen? Haben Sie Ihnen beruflich weitergeholfen? Konnten Sie die erworbenen Kenntnisse umsetzen? Welche Weiterbildungen wollen Sie noch absolvieren.
  • Welche Zusatzqualifikationen besitzen Sie? Haben Sie Texte und Bilder veröffentlicht? Haben Sie schon einmal Vorträge vor größerem Publikum gehalten? Über welche Themen?
  • Engagieren Sie sich in einem Verein? Welche Aufgaben haben Sie dort? Finden Sie Ihr Engagement wichtig?
  • Welche beruflichen Erfahrungen haben Sie bisher gesammelt? Welche Aufgaben mussten Sie hauptsächlich durchführen? In welcher Funktion waren Sie tätig? Wo haben Sie der Firma besonders geholfen? Fanden Sie Ihre Leistungen entsprechend gewürdigt? Fühlten Sie sich unterfordert? Welche Aufgaben hätten Sie gerne erledigt? Haben Sie sich in der Firma beruflich weiterentwickelt? Warum wurden Sie entlassen? Warum haben Sie gekündigt?

Sie brauchen natürlich nicht alle Fragen beantworten und auch nicht sofort. Sicherlich fallen Ihnen auch noch andere Fragen ein. Wenn Sie mal ein wenig Zeit haben, zum Beispiel abends oder beim Essen, gehen Sie ein paar Fragen durch und versuchen Sie, zu einem Ergebnis zu kommen. Am besten schreiben Sie sich die Ergebnisse auf, damit Sie später Ihre Gedanken immer wieder bearbeiten können. So eine Selbstanalyse erleichtert Ihnen, sich über Ihre Stärken und Schwächen bewusst zu werden. So wissen Sie dann schon intuitiv, ob Sie zu einem Unternehmen passen oder nicht und wie Sie Ihre Initiativbewerbung gestalten müssen.

Ihre Defizite

Sie müssen auch Ihre Defizite kennen, denn nur dann können Sie dagegen etwas unternehmen. Werten Sie dazu einfach ein paar Stellenanzeigen aus, auf die Sie sich aufgrund Ihrer Qualifikation auch bewerben würden. Stellen Sie einfach die Anforderungen zusammen, die dort erwähnt sind und haken Sie diejenigen ab, die Sie erfüllen. Die Anforderungen, die Sie nicht erfüllen, müssen Sie dann einer genaueren Untersuchung unterziehen: Sind diese Anforderungen wirklich relevant? Würde mir eine Weiterbildung in einem speziellen Bereich Spaß machen? Verbessere ich mit zusätzlichen Qualifikationen meine Position?

Wenn Sie einige Anforderungen gefunden haben, denen Sie noch nicht komplett entsprechen, die Sie aber in Zukunft erfüllen wollen, dann machen Sie sich einen Plan. Machen Sie sich einen Plan für Ihre Zukunft.Dieser Plan sollte dann Ihre Ziele enthalten, die Sie in der Zukunft erreichen wollen. Wenn Sie zum Beispiel festgestellt haben, dass Sie der englischen Sprache nicht mächtig sind, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten dies zu verbessern. Frischen Sie zuerst Ihre Schulkenntnisse auf, melden Sie sich bei einem Volkshochschulkurs an, unternehmen Sie eine Reise nach England und qualifizieren Sie sich zum Beispiel noch einmal mit einem Business-Englisch-Kurs gesondert. Dieser Weg erscheint Ihnen auf dem ersten Weg steinig, aber er lohnt sich, besonders dann wenn Sie noch sehr viele Arbeitsjahre vor sich haben. Nutzen Sie auch die Checkliste am Ende dieses Dokuments.

Stärken und Schwächen

Nun geht es darum, die eigenen Stärken und Schwächen besser zu erkennen, denn Ihre Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Besetzung einer Stelle. Folgende Merkmale lesen Sie immer wieder in Stellenanzeigen, die von den Bewerbern gefordert werden:

  • Überzeugungsfähigkeit
  • Teamgeist
  • Charisma
  • Entscheidungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Lernbereitschaft
  • Selbständigkeit
  • Mobilität
  • Ehrgeiz
  • Eigeninitiative
  • Führungsfähigkeit
  • Kontaktfähigkeit
  • Etc.

Sie denken jetzt vielleicht, dass dies ja sowieso nur Worthülsen sind. Dies stimmt so nicht, denn durch Ihre eigenen Handlungen und Erfahrungen können Sie diese Worthülsen mit Leben füllen. Wenn in einer Stellenanzeige zum Beispiel Lernbereitschaft gefordert wird, dann müssen Sie sich hinterfragen, in welchem Maße Sie diese Anforderung erfüllen. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie Ihre Berufsausbildung in 30 Monaten anstatt in 36 Monaten geschafft haben - das klingt überzeugend.

In einem Anschreiben sollten Sie allerdings nicht die gleichen Wörter wie in der Stellenanzeige verwenden. Antworten Sie also nicht auf "Wir suchen eine engagierte, belastbare und kommunikative Sekretärin." mit "Ich bin eine engagierte, belastbare und kommunikative Sekretärin." Begründen Sie Ihre Behauptungen mit Beweisen aus Ihrem bisherigen Berufsleben.

Dann müssen Sie sich selbstverständlich auch über Ihre Schwächen Im Klaren werden. Was können Sie nicht so gut oder welche Schwierigkeiten bereiten Ihnen manche Aufgaben.

Ihre Ziele

Wenn Sie nun noch Ihre beruflichen Ziele kennen, können Sie eine geeignete Bewerbungsstrategie entwickeln. Ihr Weg führt nach oben.Sie müssen sich also überlegen, welche Tätigkeiten Sie in Zukunft ausführen und welche Position Sie erreichen wollen. Denn eine höhere Position ist immer auch mit einem höheren Gehalt verbunden, womit Sie sich wiederum das Leben ein wenig versüßen können. Der Sinn ist, dass Sie sich nur auf solche Stellenanzeigen bewerben, die Ihnen auch hundertprozentig gefallen. Wenn Sie nämlich Massenbewerbungen verschicken, vergeuden Sie nur Ihre Zeit.

Am besten ist es, wenn Sie die folgenden Fragen einmal kurz durchdenken, damit Sie wissen, was Sie überhaupt beruflich wollen:

  • Welche Tätigkeiten und Aufgaben wollen Sie gerne erledigen?
  • In welcher Branche würden Sie gerne arbeiten?
  • Sind Sie mobil? Wenn ja, in welchem Umkreis?
  • Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?
  • Wie muss das Arbeitsklima beschaffen sein?
  • Trauen Sie sich auch eine verantwortungsvolle Position zu, in der Sie Aufgaben delegieren müssen?
  • Arbeiten Sie lieber morgens oder mittags? Wie wirkt sich dies auf Ihre bevorzugte Arbeitszeit aus?
  • Wo sehen Sie sich beruflich in 10 Jahren?
  • Sind Sie motiviert, sich in neue Arbeitsbereiche einzuarbeiten?
  • Möchten Sie in einem Großunternehmen oder in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten?
  • Würden Sie sich auch weiterbilden, um eine bestimmte Stelle zu bekommen?

Nachdem Sie sich nun ein wenig über Ihre beruflichen Ziele im Klaren geworden sind, können Sie Stellenanzeigen besser selektieren. Außerdem wissen Sie genau was Sie wollen; schreiben Sie dies einfach in Ihr Bewerbungsschreiben. Sie kennen nun Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse, Stärken, Schwächen und beruflichen Ziele. Nun müssen Sie nur doch Ihren zukünftigen Arbeitgeber davon überzeugen. Viel Erfolg!

 Checkliste für Ihre Persönliche Analyse als pdf-Dokument.

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